


Die Menschen sind fast ein wenig seltsamer als in Deutschland, wenn sie getrunken haben, aber dieser Eindruck entsteht sicher eher durch die unterschwellige Fremde, die man als Gast in anderen Ländern verspürt. Aber manchmal ist es einfach besser, nicht zu verstehen, was andere Menschen sagen. Das wünscht man sich ja in Deutschland nur allzu oft.
Stockholm ist irgendwie sehr weitläufig, doch lässt sich zu Fuß alles Wichtige erreichen. Von der Altstadt Gamla Stan ist man in Nullkommanichts im Stadtzentrum, wenn man nicht gerade irgendeinen Umweg nimmt, am Wasser stehen bleibt und die Strudel bestaunt oder die Wache vor dem Palast.


Auch nett sind die Verkehrsoptionen für Fußgänger. Es gibt nämlich fast überall Fußgängerüberwege (auch bekannt als „Zebrastreifen“), die man allerdings bei stark befahrenen Straßen nur zögerlich betritt, weil man die Angst, doch von einem Raser überfahren zu werden, nicht los wird. Aber es tut auch bei 25 km/h weh. Nichtsdestotrotz hielten die meisten Autos brav an, so dass Shoppingtripps und Supermarkt-Suchereien schnell fortgesetzt werden konnten.
Ampelmäßig ist die schwedische Hauptstadt auch gut ausgerüstet. Kurios war nur die eine Nacht, in der die Autos ständig grün hatten, aber die Fußgängerampel stets auf Rot blieb. So mussten wir leider schwedische Gesetze brechen (falls es überhaupt welche gibt) und bei Rot gehen. Das haben aber viele Leute auch tagsüber gemacht, unverantwortlich gegenüber Kindern und kleinen Hunden oder Äffchen.

Schön wars am Wasser, was an fast jedem Ort eine unendliche Ruhe ausstrahlt, sofern nicht irgendwelche Störungen (rumgrölende Besoffene, Sturm, Polterabende) auftreten. Ich habe einen ganzen Film nur mit Vögeln drauf, also den Tieren mit Schnäbeln und Flügeln, die sich im Wasser treiben (Schwäne, Enten, …) oder von Brote (ja, nicht Brotstückchen, sondern Brote) werfenden Leuten füttern ließen, was mich in dem Moment sehr an den Film „About A Boy“ oder „Der Tag der toten Ente“ erinnert hat. Dann kamen auch Raben dazu, sehr witzige Tierchen.


Fotografieren ist auch ein Stichwort. Man sollte aufpassen, wen oder was man auf der Kamera festhält, es könnte zu (unverständlichen) Beschwerden von weder Englisch, noch Deutsch, noch Schwedisch sprechenden Menschen kommen. Oder einfach den Akt des Lichtbildmachens ganz schnell und unauffällig vollziehen, dann geht das meist ganz gut.
Alles in allem ist es schön in Schwedland. Vier Tage sind leider zu wenig für Stockholm. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und die zauberhafte Natur außerhalb der Stadt wird auch noch entdeckt…

1 comment
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Februar 13, 2009 um 11:05
das Pferd
au ja, die bilder! :)